Raumthermostat
Für die individuelle Regelung der Raumtemperatur an Heizkörpern werden Raumthermostate eingesetzt. Die sogenannten Thermostat-Köpfe sind stetige Proportionalregler, die keinen elektrischen Anschluss aber auch keine sonstige Fremdenergie benötigen. Bei einem Raumthermostat stellt die Raumlufttemperatur die Regelgröße dar. Die Stellung des Thermostats, in der Fachsprache wird diese Stellgröße auch als Ventilhub bezeichnet, regelt die Raumtemperatur direkt proportional.
Damit jedoch ein direkter Zusammenhang zwischen Temperatur und Stellung vorliegt, bedarf es einer Art Temperaturmessung. Diese erfolgt zumeist ähnlich wie beim Thermometer mittels einer Flüssigkeit im Raumthermostat. Bei Sonneneinstrahlung beispielweise dehnt sich die Flüssigkeit aus. Dies bewirkt, dass sich die Stellung des sogenannten Wellrohrs je nach Ausdehnung der Flüssigkeit ändert und somit die Wasserzufuhr zum Heizkörper mittels der Ventilspindel gedrosselt oder erhöht wird.
Aufgrund der einfachen aber effektiven Methode kann das eingestellte Temperaturniveau stetig gehalten werden. Da nur geheizt wird wenn die Temperatur unterhalb der Einstellung sinkt, kann Energie gespart werden. Dies führt zur Einsparung von Heizkosten. Durch sogenannte programmierbare Thermostate, hierbei wird eine Temperatur einprogrammiert, können ebenfalls noch Kosten gespart werden.
Somit sind Raumthermostate kostensparend, aber auch aufgrund ihrer einfachen Handhabung sehr anwenderfreundlich. Durch ihre ertastbare Markierungen können auch blinde Personen die Temperaturregelung problemlos einstellen. Seit ein paar Jahren werden neben den bekannten Modellen mit einer Einteilung in circa 5 stufenlosverstellbaren Temperaturbereichen auch Raumthermostate angeboten, bei denen die Raumtemperatur in Grad Celsius eingestellt werden kann. Bei den 5 Stufen beträgt die Stufe 1 12 Grad Celsius, pro Stufe steigt die Temperatur um 4 Grad. Stufe 5 bedeutet somit eine Temperatur von 28 Grad. Bei der sogenannten Frostschutzstellung wird die Raumtemperatur auf 6 Grad aufgeheizt.
Neben den Standard Thermostatköpfen mit eingebautem Fühler gibt es auch viele Sondermodelle beispielsweise mit Fernfühler oder Thermostate in Winkelform. Solche Sondermodelle sind zwar zumeist etwas kostenintensiver. Sie werden zum Beispiel dann verbaut, wenn für ein normales Raumthermostat nicht genug Platz ist. Die Anbringung eines Thermostates an der falschen Stelle könnte dazu führen, dass die gemessene Temperatur nicht der Raumtemperatur entspricht. Dies ist beispielsweise bei Raumthermostaten unter Gardinen der Fall.